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Daniels Vision vom Menschensohn

Sicherlich nicht! Denn Daniel wird nicht nur eine Schreckensvision zuteil. Er sieht den Menschensohn, der mit den Wolken des Himmels daherkommt und vor Gott gelangt. Gott gibt ihm die Macht, die Herrlichkeit und die Königsherrschaft. In der Obhut des Menschensohn wird die Herrschaft von Menschen über Menschen endgültig überwunden und anstelle der vorangegangenen Imperien tritt das Reich Gottes.

Der scharfen Kontrast zwischen den Menschenreichen und dem Reich Gottes verdeutlichen die gegensätzlichen Bilder der prophetischen Vision Daniels. Während die Tiere aus dem Dunkel der Tiefe aufsteigen, kommt der Menschensohn aus den lichten Höhen des Himmels. Was aber nun  ist der Menschensohn? 

Der Menschensohn ist der wahrhaftige Mensch, der in einer Welt von Terror und Kriegen, von Armut und Hunger, von Erniedrigung und Herabwürdigung den Menschen ihre eigentliche Bestimmung bringt - Menschenwürde und Menschlichkeit. Er macht Schluss mit der raubtierartigen Herrschaft von Menschen über Menschen und setzt konsequent den Heilswillen Gottes durch. Der Menschensohn begründet das Reich Gottes als Ausdruck göttlichen Heils und weist damit den Weg zu einer Zivilisation wahrer Menschlichkeit.

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