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Die Heilsmission Jesu

Der Titel des Menschensohnes ist genau wie der des Messias eine Bezeichnung für den göttlichen Heilsbringer. Mit der Messiasgestalt allerdings verband das jüdische Volk ganz bestimmte Erwartungen. Der Messias sollte kommen, das Volk von der römischen Fremdherrschaft befreien, ein nationales Königsreich  errichten und schließlich zum Weltherrscher aufsteigen. Von ihm wird erwartet, dass er der Welt Frieden und Gerechtigkeit bringt. Darüber hinaus sieht die jüdische Apokalyptik im Messias den endzeitliche Herrscher und Heilsbringer.

Jesus verwendete diesen Messiastitel nicht für sich. Seine Mission entsprach nicht den Messiaserwartungen der Juden. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Juden ihrerseits in Jesus auch nicht den erwarteten Messias sahen. Denn sein Auftreten brachte der Welt unmittelbar weder Frieden noch Gerechtigkeit. Für Christen dagegen ist Jesus der Messias, der Christus, der Gottessohn.  Der Christus-Titel wird sogar zum Eigennamen: Jesus Christus. Grundlage für diese Sicht Jesu ist sein Bekenntnis im Verhör vor dem Hohen Rat:

Da wandte sich der Hohepriester nochmals an ihn und fragte: Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten? Jesus sagte: Ich bin es. Und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen. Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: Wozu brauchen wir noch Zeugen? Ihr habe die Gotteslästerung gehört. (Mk 14, 60-63)

Der Menschensohn Jesus ist ganz Mensch und doch ein göttliches Wesen. Er fühlt wie ein Mensch, hat Bedürfnisse wie ein Mensch und ist wie jeder Mensch Versuchungen und Anfechtungen ausgesetzt. Und als solcher nimmt er seine göttliche Bestimmung wahr. Jesus verkündigt die Heilsbotschaft einer menschlichen Welt. Er setzt den Willen Gottes nicht durch politische Gewalt durch, sondern lebt konsequent vor, was Gottes Willen entspricht. Er bahnt den Weg hin zu einer Welt des Friedens und der Gerechtigkeit - einen Weg zum Heil, den jeder Mensch gehen kann.

Was bedeutet nun die Botschaft des Menschensohns für uns und unsere Welt?       
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